Meine Patientenakte — Hans-Jürgen Kompalla
Übersicht · Profil · Timeline · Laborwerte
Die Farbe zeigt, was ein Ereignis für meine Behandlung heute bedeutet, nicht, wie folgenreich es damals war:
Routine: für die Behandlung heute ohne Folgen, etwa eine Kontrolle ohne neuen Befund oder ein abgeschlossenes Ereignis.
Beachtenswert: zählt heute noch, als auffälliger Befund bei einer bestehenden Erkrankung, als offene Frage oder als Vorsicht für künftige Behandlungen.
Wegweisend: hat die Behandlung von heute bestimmt, etwa eine Diagnose, eine Operation oder ein Therapiebeginn.
Die Einstufung ist meine, nicht die des jeweiligen Arztes.
Sie wählen oben rechts ein Fachgebiet. Die Diagnosen bleiben alle stehen, die der anderen Fachgebiete werden etwas blasser. Unter „Zuletzt“ stehen dann nur noch die Einträge dieses Fachgebiets aus den letzten zwölf Monaten. Mit „alle“ sehen Sie wieder alles.
Der jüngste Eintrag, der dieser Diagnose zugeordnet ist. Liegt er länger als zwölf Monate zurück, steht das daneben.
Ein Laborwert, an dem sich der Verlauf der Diagnose ablesen lässt, etwa PSA beim Prostatakarzinom. Die kleine Kurve zeigt den Verlauf, der weiße Punkt den jüngsten Wert. Ein Klick führt zu allen Werten.
Kurzprofil und Medikationsliste im Profil, die Laborwerte auf der Seite Laborwerte unter „Druckfassung“: je Wert der jüngste mit Datum, Vorwert und Referenz. Alle drei sind eigens für Papier gesetzt und immer auf dem aktuellen Stand. Sie können sie ansehen, herunterladen, ausdrucken oder per Mail senden.
Jede senkrechte Spalte ist ein Fachgebiet, jede Zeile ein Jahr. Die Kürzel stehen oben; fahren Sie mit der Maus darüber, erscheint der volle Name. Die Rauten (◆) ganz links sind Meilensteine, also Wendepunkte wie Diagnosen oder Operationen.
Jedes Detail erreichen Sie mit nur einem Klick: Fahren Sie mit der Maus auf das gewünschte Fachgebiet und dann die Spalte entlang bis zum Jahr, das Sie interessiert. Neben dem Punkt erscheinen die Einträge dieses Fachgebiets in diesem Jahr. Fahren Sie auf den gewünschten Eintrag und klicken Sie erst dann: Er öffnet sich mit Befund, Konsequenz, Arzt, Ort und, wo vorhanden, dem Original-Dokument. Ein Klick auf die Jahreszahl zeigt alle Einträge des Jahres. Auf dem Tablet öffnet ein Tippen auf den Punkt das Jahr. Die Farbe der Punkte bedeutet dasselbe wie in der Übersicht.
Über das Suchfeld über der Timeline: Arzt, Diagnose oder ein Stichwort aus dem Befund eintippen, etwa „Bypass“, „PSA“ oder „Schlaflabor“. Die Ansicht zeigt dann nur noch passende Einträge.
Eintrag öffnen, dann auf das Dokument klicken. Sie können es ansehen, herunterladen oder im Anzeigefenster direkt ausdrucken.
Manche Einträge hängen über Fachgebiete hinweg zusammen, etwa ein Lungenbefund, der zu einer kardiologischen Abklärung führte. ↗ heißt „führt zu“, ↘ „kommt von“. Ein Klick springt zum verknüpften Eintrag.
Die Laborwerte, die zu diesem Fachgebiet gehören, als kleine Verlaufskurven, etwa PSA in der Urologie. Das Dreieck steht nur dort, wo es Laborwerte gibt.
Eine gelb hinterlegte Anmerkung von mir, getrennt vom ärztlichen Befund: woher eine Angabe stammt oder wo sich Befunde widersprechen. Maßgeblich ist immer das Original.
Neueste Werte stehen links. ↑ rot heißt erhöht, ↓ blau erniedrigt, jeweils gegenüber dem Referenzbereich des Labors. Ein Klick auf einen Wert zeigt seinen Verlauf und, wo vorhanden, eine Erklärung.
Zählt und vermisst die Blutzellen: rote Blutkörperchen mit dem roten Blutfarbstoff, weiße Blutkörperchen der Abwehr und Blutplättchen für die Gerinnung. Die Grunduntersuchung schlechthin; sie zeigt etwa Blutarmut, Infektionen oder Störungen der Blutbildung.
Misst, wie viel Sauerstoff und Kohlendioxid im Blut sind und ob das Säure-Basen-Gleichgewicht stimmt. Zeigt, wie gut Lunge und Atmung den Gasaustausch schaffen. Die Probe stammt meist aus dem Ohrläppchen (kapillär) oder aus einer Vene (venös); die Werte beider Proben sind nicht direkt vergleichbar.
Schlüsselt die weißen Blutkörperchen nach ihren Untergruppen auf, die in der Abwehr verschiedene Aufgaben haben. Das Muster gibt Hinweise, ob eher eine bakterielle oder eine virale Infektion, eine Allergie oder eine andere Störung vorliegt.
Zeigt, wie viel Eisen der Körper verfügbar und vorrätig hat. Eisen braucht er vor allem für den roten Blutfarbstoff. Erst mehrere Werte zusammen unterscheiden einen echten Mangel von einer Verteilungsstörung, wie sie etwa bei Entzündungen auftritt.
Gelöste Salze im Blut wie Natrium, Kalium, Calcium und Magnesium. Sie steuern den Wasserhaushalt sowie Nerven und Muskeln, einschließlich des Herzschlags. Abweichungen entstehen oft durch Medikamente, etwa Entwässerungsmittel, oder durch die Nieren.
Allgemeine Zeichen dafür, ob im Körper gerade eine Entzündung abläuft. Sie sagen nicht, wo oder warum, eignen sich aber gut, um den Verlauf zu verfolgen.
Die Blutfette, vor allem die verschiedenen Formen des Cholesterins. Sie bestimmen mit, wie schnell sich Ablagerungen in den Gefäßen bilden, und sind damit ein Maßstab für das Risiko von Herzinfarkt und Schlaganfall. Lipoprotein (a) ist weitgehend erblich festgelegt.
Prüft, wie schnell das Blut gerinnt. Wichtig vor Operationen, bei Lebererkrankungen und zur Einstellung blutverdünnender Medikamente.
Stoffe, die bei Schaden oder Überlastung des Herzens ins Blut gelangen. Troponin zeigt eine Schädigung des Herzmuskels an, etwa beim Infarkt; BNP und NT-proBNP steigen, wenn das Herz gegen zu viel Druck oder Volumen arbeiten muss, etwa bei Herzschwäche. Die Creatinkinase stammt aus allen Muskeln, nicht nur aus dem Herzen.
Botenstoffe der Achse zwischen Hirnanhangdrüse und Hoden: LH regt die Bildung von Testosteron an, Östradiol entsteht beim Mann zum Teil aus Testosteron. Sie helfen, Veränderungen des Testosterons einzuordnen.
Enzyme und Stoffe, die zeigen, ob Leberzellen geschädigt sind, ob der Gallefluss gestört ist und wie gut die Leber arbeitet. Erhöhte Enzyme weisen auf eine Belastung hin, etwa durch Fett, Alkohol, Medikamente oder eine Entzündung; die Cholinesterase sinkt, wenn die Leber weniger bildet. In dieser Gruppe stehen auch Werte anderer Organe, etwa die Amylase der Bauchspeicheldrüse.
Keine Blutwerte, sondern Messungen beim Atmen: wie viel Luft die Lunge fasst, wie schnell sie sich ausatmen lässt und wie gut Sauerstoff ins Blut übertritt. Daran unterscheidet man verengte Atemwege (obstruktiv) von einer eingeschränkten Ausdehnung der Lunge (restriktiv).
Zeigen, wie gut die Nieren das Blut von Abfallstoffen reinigen. Wichtigste Größe ist die geschätzte Filtrationsrate (eGFR), berechnet aus dem Kreatinin. Die Harnsäure gehört eigentlich zum Stoffwechsel und ist etwa bei Gicht erhöht.
Das PSA dient zur Früherkennung und Verlaufskontrolle von Prostatakrebs. Testosteron und der Freie Androgen-Index zeigen den Spiegel des männlichen Geschlechtshormons, der bei manchen Behandlungen bewusst gesenkt wird.
Die Eiweiße im Blut, gesamt und nach Gruppen aufgetrennt. Das Muster gibt Hinweise auf Entzündungen, Leber- und Nierenerkrankungen oder Störungen der Abwehrstoffe. Albumin ist zugleich ein Maß für Ernährungszustand und Leberleistung.
Antikörper, die sich gegen körpereigenes Gewebe richten. Der Rheumafaktor wird bei Verdacht auf entzündliches Rheuma bestimmt, Antikörper gegen Mitochondrien bei Verdacht auf eine bestimmte Erkrankung der Gallenwege in der Leber. Ein positiver Wert allein ist noch keine Diagnose.
Zeigt, ob die Schilddrüse zu viel oder zu wenig Hormon bildet. Das TSH aus der Hirnanhangdrüse ist der Suchwert, fT4 das Schilddrüsenhormon selbst. TPO-Antikörper weisen auf eine Entzündung der Schilddrüse durch das eigene Abwehrsystem hin.
Der Blutzucker im Augenblick (Glucose) und im Mittel der letzten zwei bis drei Monate (HbA1c, in zwei Einheiten angegeben). Das C-Peptid zeigt, wie viel Insulin die Bauchspeicheldrüse noch selbst bildet.
Sucht im Stuhl nach Blut, das mit bloßem Auge nicht zu sehen ist. Dient der Früherkennung von Darmkrebs und seinen Vorstufen; ein positiver Test wird mit einer Darmspiegelung abgeklärt.
Stoffe, die manche Tumoren vermehrt bilden. Sie eignen sich vor allem zur Verlaufskontrolle einer bekannten Erkrankung, kaum zur Früherkennung, weil sie auch ohne Krebs erhöht sein können.
Untersuchungen des Urins mit Teststreifen, unter dem Mikroskop (Sediment) und als Bakterienkultur. Sie zeigen Hinweise auf Harnwegsinfekte sowie auf Blut oder Eiweiß im Urin, etwa bei Nierenschäden durch Diabetes oder Bluthochdruck. Der UBC-Test sucht nach Hinweisen auf Blasenkrebs.
Vitamine, die der Körper nicht oder nicht ausreichend selbst bildet oder aufnimmt. Vitamin B12 und B6 sind wichtig für Blutbildung und Nerven, Vitamin D für Knochen und Muskeln. Ein Mangel ist im Alter und unter manchen Medikamenten häufiger.
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